Zum Selberbinden - der Querbinder, die handgenähte Schleife aus Italien

Il cravattino - die handgefertigte Fliege aus Italien

Die klas­sische Schleife, die Fliege zum Selber­binden unter­scheidet sich in einem wesent­lichen Punkt von der be­reits fertig ge­bundenen Fliege (oder auch "bow tie"), die wir an dieser Stelle und fortan "schlim­mer Brum­mer" nennen wollen: Sie wird, wie der Name be­reits ver­muten lässt, selbst zur Schleife ge­bunden. Zu­gegeben, hier bedarf es ein wenig Übung und etwas Er­fahrung, aber so war es damals mit dem Fahrrad­fahren ja auch. Die Fliegen bei Herr von Welt lassen sich in der Länge ver­stellen, je nach Hals­weite ihres Trägers, dann ist die Kunst des Bindens ge­fragt. Jede Fliege wird im italienischen Atelier einzeln aus hoch­wertigen Stof­fen genäht. Bei den Quer­bindern handelt es sich um die bei den Her­ren von Welt be­liebteste Form: Butter­fly, der Klas­siker unter den Schleifen. 

Die Kunst des Bindens: Schleife, Fliege, bow tie, cravattino und noeud papillon

Auf ein Wort: Schleife, Fliege und "bow tie"

Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts trug der Herr von Welt seine Schleife üppig und oft mehr­fach um den Hals ge­schlungen. Das ist sehr schön, doch heut­zutage im sartorialen Alltag viel­leicht doch ein wenig zu viel Jane Austen und Mr. Darcy. Um 1870 ent­stand so der Quer­binder, die Krawatten­schleife, die Fliege  oder das Mascherl (österr.). Be­kannte und beken­nende Schleifen­träger waren der britische Premier­minister Winston Churchill und der Autor Ian Fleming (James Bond) aber auch zahl­lose Charaktere fiktiven Ursprungs: Sherlock Holmes, Hercule Poirot und last but not least Donald Duck. Schnell wird beim Studium dieser illustren Liste klar, dass der Quer­binder offen­bar sturm­erprobter Be­gleiter von Quer­denkern ist. Was alle eint ist die Tat­sache, dass selbst ge­bundene Fliegen stets be­vorzugt und fertig ge­bundene "schlim­me Brum­mer" geradezu ver­achtet werden.